Drei Tage ohne Schulglocke, Hausaufgabenstress und den ständigen Blick auf die Uhr. Was sich für viele nach einem Traum anhört, wurde für uns in der 11. Klasse Wirklichkeit: Die Tage der Orientierung im Haus St. Hildegard in Pfronten standen an. Unsere Jahrgangsstufe war dabei in zwei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe verbrachte ihre Zeit vom 02. bis 04. März 2026 dort, gefolgt von der zweiten Gruppe vom 04. bis 06. März 2026.
Zu Beginn waren wir vielleicht noch etwas skeptisch – schließlich kennt man sich aus der Schule meist nur flüchtig. Doch schon nach den ersten Stunden wurde klar: Diese Tage waren mehr als nur eine Auszeit. Es ging darum, sich abseits des Unterrichts intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, die uns alle betreffen: unser Konsumverhalten, Strategien für effektives Stressmanagement und unsere ganz persönlichen Zukunftsvorstellungen.
Vom Miteinander zum Füreinander
Ein wesentlicher Aspekt war der klassenübergreifende Austausch. In der Schule sitzen wir oft in unseren „festen Gruppen“ und reden meist nur über den anstehenden Unterricht. In Pfronten haben sich diese Mauern gelöst. Ob bei den thematischen Workshops, den Gemeinschaftsspielen, den abendlichen Gesprächsrunden oder bei gemeinsamen Spaziergängen durch die sonnige, frühlingshafte Natur – wir haben Menschen kennengelernt, mit denen wir vorher kaum ein Wort gewechselt hatten. „Ich finde, wir sind eine echte Gemeinschaft geworden“, fasste es eine Mitschülerin passend zusammen.

Kraft tanken und Perspektiven entwickeln
Neben dem sozialen Aspekt boten die Tage einen wichtigen Raum zur persönlichen Reflexion. Das herrlich sonnige Frühlingswetter hat uns dabei besonders gut getan und unseren Spaziergängen einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor verliehen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir von diesen Tagen mit nach Hause nehmen, ist der Wert bewusster Pausen: Wir haben gelernt, dass man sich auch in stressigen Zeiten aktiv Zeit für Entspannung nehmen darf – und muss. Dass solche Momente keine Zeitverschwendung sind, sondern eine wichtige Säule für die mentale Gesundheit bilden, wurde durch Meditationen und Traumreisen vor Ort für viele von uns zu einer wertvollen neuen Erfahrung. Einen Großteil zu diesem Lernerfolg, aber auch zu der oben genannten Atmosphäre, hat die Referentin Anja Martin von der Diözese Augsburg beigetragen. Ihre Umgangsweise wurde als sehr angenehm und ihre Arbeitsmethoden als wohltuend entspannt wahrgenommen. "Bei der Meditation fand sie genau die richtige Stimmlage und Sprechgeschwindigkeit", so ein Teilnehmer.

Ein gelungener Startschuss
Die Kombination aus inhaltlicher Arbeit zu Themen wie Konsum und Zukunft sowie der persönlichen Freiheit bei den Spaziergängen in der Frühlingssonne hat uns zusammengeschweißt. Was bleibt, sind die intensiven Gespräche und das Gefühl, gemeinsam als Jahrgangsstufe auf einem guten Weg zu sein. „Für die Oberstufe war das ein perfekter Anfang, der sehr wertvoll war für mich persönlich“, so ein Teilnehmer. Wir danken allen, die uns diese Auszeit ermöglicht haben – besonders der Schulleitung und unseren Lehrkräften, die uns in dieser Zeit nicht nur begleitet, sondern auch den Freiraum gegeben haben, den wir gebraucht haben, um uns als Stufe neu zu entdecken. Wir kehren mit neuen Impulsen, gestärktem Zusammenhalt und – ganz ehrlich – auch ein bisschen entspannter in den Schulalltag zurück.








