Am 20.04.2026 fand am Allgäu-Gymnasium erneut der „Tag der Naturwissenschaften“ für die neunten Klassen statt. Einen ganzen Tag lang führten die Schülerinnen und Schüler Experimente in Biologie, Chemie und Physik durch. Besonders die sprachlichen Klassen erhalten an diesem Tag einen tieferen Einblick in naturwissenschaftliches Arbeiten, da bei ihnen im regulären Unterricht nur selten Schülerexperimente durchgeführt werden können.

In Physik drehte sich alles um das Thema Klima. 

So untersuchten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise, warum die Erde nicht immer heißer wird, obwohl sie ständig von der Sonne bestrahlt wird. Sie stellten fest, dass sich ein Körper im Strahlungsgleichgewicht befindet, wenn die aufgenommene und abgestrahlte Energie in einem gewissen Zeitraum gleich sind. 
Diese Gleichgewichtstemperatur hängt jedoch stark von der Beschaffenheit der Oberflächen ab. So hat eine Eisfläche ein anderes Rückstrahlvermögen als eine Gesteinsfläche.

In einem weiteren Experiment wurde gezeigt, dass CO2 Wärmestrahlung absorbiert. Die Rückstrahlung der Atmosphäre konnte mit einer Wärmebildkamera sichtbar gemacht werden.

Die Versauerung der Ozeane ist für viele Meereslebewesen eine fatale Folge des Klimawandels. Die Schülerinnen und Schüler untersuchten, warum CO2 die Ozeane sauer macht und welche direkten Folgen dies auf das Ökosystem Meer hat.
Außerdem zeigten sie, dass mit steigender Wassertemperatur die Pufferwirkung der Meere abnimmt, sodass CO2 wieder freigesetzt wird. Dies verstärkt wiederum den Treibhauseffekt und lässt damit auch die Wassertemperatur weiter ansteigen - ein Beispiel für einen positiven (sich selbst verstärkenden) Rückkopplungsprozess.

In insgesamt 10 Stationen konnte zum Klimawandel geforscht und interessante Zusammenhänge hergestellt werden. Protokolliert und ausgewertet wurden die Messergebnisse in einem digitalen Kurs auf der ByCS-Lernplattform.