„So viel am Stück gelernt und gearbeitet haben wir das ganze Jahr nicht“, waren sich Oskar Bruns und Moritz Bellinger einig. Dieser arbeitsreiche Endspurt ergab sich durch die Nominierung ihrer Gruppe zum Bundesfinale von „Börse hautnah“ in Frankfurt. 

 
Erstmals hatte das AG mit einem P-Seminar das Angebot der Studierenden aus Frankfurt angenommen, sich näher mit den Themen Kapitalmarkt, Finanzpsychologie, Börsenzyklen, Finanzkennzahlen etc. zu beschäftigen, da dies im Unterricht nur in geringem Maße vorgesehen und möglich ist. Also wurden zuerst an die 200 Seiten Skript durchgearbeitet und ein anschließender Test absolviert, bis im Februar die Handelsphase mit 100 000 € pro Team begann. Nach drei Monaten konnte sich die Gruppe MOF-Trading (Moritz Bellinger, Oskar Bruns, Finn Kulle) den begehrten fünften Rang mit 21,8% Performance unter ca. 200 teilnehmenden Depots sichern und belegte damit gerade noch den letzten Platz, der eine Reise nach Frankfurt gewann. Knapp dahinter auf Rang sieben landete die Gruppe CashBias mit Luca Schmidt und Hannes Friedrich (beide 11c). 


MOF-Trading musste jetzt mit Hilfe der Studierenden in unzähligen Calls eine Präsentation über die jeweilige Anlagestrategie, den besten und den schlechtesten Trade so wie eine kritische Reflexion über ihr gesamtes Spiel erstellen. Am 15.7.26 ging es dann mit Herrn Wadas und Frau Lantenhammer nach Frankfurt, allerdings nicht für Finn, der das Team leider krankheitsbedingt nicht begleiten konnte. 


Dort angekommen wurde weiter an den Folien gefeilt, Präsentationstechniken eingeübt und der Vortrag stundenlang im Hotel oder an der Uni wiederholt und perfektioniert, nur unterbrochen für einen kurzen Besuch bei der EZB. Am Freitag schlüpften dann alle Gruppen in ihre business-attire-Outfits und gingen zusammen, immer noch fleißig referierend, zum pwc-Tower. Als sich die hochkarätige Jury aus Universitätsprofessoren, Managern und Bankdirektoren dann im 48. Stock des Gebäudes die 20-minütigen Vorträge anhörte und anschließend zehn Minuten lang Fragen stellte, merkte man doch die Nervosität. Trotzdem performten Moritz und Oskar professionell und wurden mit dem dritten Platz, viel Lob von der Jury, einer riesigen Urkunde und einem Pokal belohnt.